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  • Teresa Kotter

#liebeinzeitenderCorona - für unsere Kinder

Aktualisiert: vor 4 Tagen



Auch unsere Kinder spüren, dass etwas nicht stimmt, sie bekommen meist sehr viel mehr mit als wir denken. Kinder sind sehr feinfühlig für die Stimmungslage ihrer Eltern.

Es ist wichtig mit unseren Kindern zu sprechen und ihnen zu erklären was los ist. Das geht in jedem Alter, selbst wenn das Kind noch im Bauch ist ;-)

Wichtig ist hierbei ehrlich zu sein und dennoch kindgerechte Erklärungen zu finden, die nicht zu sehr belasten. Kinder brauchen nicht zu viele detaillierte Informationen. Aber sie sollten sich mit Fragen, Sorgen und Nöten jederzeit an uns wenden können.


Es kann sein das unsere Kinder empfindsamer als sonst reagieren, wir ihr Verhalten als besonders anstrengend empfinden und sie sehr nähebedürftig sind. Liebevolle Zuwendung ist das Beste, was wir ihnen geben können. Gerade dann wenn sie es gefühlt "nicht verdienen". Wir sind ihr sicherer Hafen in stürmischen Zeiten.


Wichtig ist, dass das Thema Corona nicht omnipräsent ist und die Kinder zu sehr mit angstmachenden Nachrichten, beispielsweise aus dem Fernsehen oder dem Radio konfrontiert werden. Auch wenn wir mit anderen Erwachsenen sprechen oder telefonieren kann das still daneben spielende Kind mehr mitbekommen als man denkt.


Auch eine Alltagsroutine kann dabei helfen einen Orientierungsrahmen zu geben. Diese sollte sich nicht streng an festen Tageszeiten orientieren, sondern eher an fest stehenden Abläufen.

In dieser neuen, ungewohnten Situation können wir unseren Alltag neu betrachten und umgestalten, neue Rahmenbedingungen festlegen. Auch wenn aktuell vieles schwierig ist: innerhalb unserer Familienalltags haben wir (eventuell sogar neue) Handlungsspielräume.


Hier exemplarisch unsere aktuelle Tagesroutine mit einem 1,5 und einem 5 jährigem Kind:


- Aufwachen und Kuscheln

- Mama macht Yoga

- Frühstück

- Freispiel während Mama Haushalt macht (aktuell bauen die beiden morgens meist eine Höhle)

- Raus in die Natur, mit Picknick, der Kleine schläft auf dem Rückweg ein

- Mittagspause (Pause auch für Mama, die 5jährige hört meist Hörspiel und malt)

- (Spätes) Mittagessen

- Dann Freispiel/Basteln/Vorlesen (oft nehmen wir uns schon morgens etwas vor wie

beispielsweise Eier färben/Umrisse der Kinder ausmalen/ Playmobil spielen…)

- Papa kommt nach Hause, dann wird gerne nochmal eine Runde getobt

- Abendesssen

- Abendritual und dann gehen die Kinder ab ins Bett


Wichtig war hierbei: den Bedürfnissen aller gerecht zu werden. Erwachsene und Kinder haben die gleiche Bedürfnisse, diese sind aber unterschiedlich ausgestaltet (Zum Beispiel Bewegung: Ich gehe lieber spazieren und mache Yoga, die Kinder hüpfen, rennen und klettern gern). Deshalb macht es Sinn, unsere geplanten Aktivitäten auch durch Kinderaugen zu betrachten.

Und: erholte Eltern sind meist bessere Eltern, ich empfehle es deshalb sehr, Pausen einzubauen (falls irgendwie möglich) und nicht schnell den Haushalt zu erledigen wenn die Kinder endlich schlafen.

Fall es möglich ist raus zu gehen, empfehle ich sehr, das jeden Tag zu tun (egal bei welchem Wetter). Frische Luft, Bewegung und Sonnenschein tun allen gut und beugen dem Budenkoller vor.


Wenn Eltern im Homeoffice arbeiten müssen während die Kindern zu Hause sind, sollte die eigene Erwartungshaltung überdacht werden, denn es ist etwas anderen mit Kindern zuhause zu arbeiten als am Arbeitsplatz. Es ist normal das Kinder immer wieder "stören", Zuwendung und Aufmerksamkeit brauchen. Gerade hier ist eine gute Struktur sehr hilfreich und es sollten immer wieder "Spielpausen" eingeplant werden.


Zuhause ist keine Kita, es gibt weniger Spielmaterialien und vor allem Spielpartner und dennoch gibt es eine Vielzahl an Spielmöglichkeiten. Und ein gewisses Maß an Langeweile ist völlig in Ordnung, unsere Kinder brauchen dringend Räume, die sie frei gestalten können und in denen sie ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen können. Kinder eignen sich die Welt im Spiel an und wollen beständig lernen und ihre Erfahrungen ausbauen.

Auch haben Kinder häufig große Freude daran im Haushalt zu helfen und mit einbezogen zu werden in die alltäglichen Verrichtungen. Sie sind gern Teil der Gemeinschaft und wollen sich mit einbringen. Mein kleiner Sohn hilft beispielsweise mit Begeisterung beim Spülmaschine ausräumen, die Fünfjährige liebt es Obstteller zu richten und gemeinsames backen macht allen Spaß.


Was bei uns (fast) immer gut funktioniert :

- Vorlesen ( Wimmelbücher sind super für jedes Alter)

- Spielen mit Wasser (Umschütten, mit dem Wasserhahn spielen, etwas schwimmen lassen usw.)

- Hüpfparty auf dem Sofa (zu französische Musik)

- Rolläden herunter lassen und mit der Taschenlampe das dunkle Zimmer erkunden

- Autos von Rampen herunter fahren lassen / Parcours bauen

- Höhlen bauen

- Hund spielen

- Rollenumkehrspiele

- Pantomime

- Gemeinsames Singen

- Verkleiden

- mit Playmobil und Tieren spielen

- Malen


Hier dennoch zwei Links zu weiteren Ideensammlungen für die Quarantäne:

https://lotte-lieke.com/kinder-beschaeftigen-im-haus/

https://einerschreitimmer.com/gebrauchsanleitung-fuer-daheim-66-ideen-fuer-kinder-staythefuckhome/


Ich wünsche euch alles Liebe und Gute in dieser besonderen Zeit.


Eure








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